Lotto-Begriffserläuterung


C - Computer für Lottospieler

Anfang der 1990er-Jahre tauchten die ersten Lotto-Computer auf. Das war zur damaligen Zeit eine echte Neuerung, da es sich um speziell hierfür entwickelte Hardware für den Otto-Normalverbraucher handelte. Parallel dazu gab es bereits Computerprogramme, beispielsweise den „Tipp-Verwalter“. Dabei handelte es sich um reine Softwarelösungen. 


Anzeige für den Lotto-Jack-Computer
Der erste Lotto-Computer Anfang der 1990er-Jahre hieß "Lotto-Jack", ein Folgegerät "Lotto-Master"
Parallele Schnittstelle (Centronics)
Parallele Schnittstelle (Centronics)

Die damit erstellten Systeme und Tippreihen musste man jedoch händisch abschreiben; es gab keinen Anschluss an einen Drucker, der diese Aufgabe hätte übernehmen können. Dazu muss man wissen, dass es damals im Wesentlichen nur serielle (RS-232) und parallele (Centronics)-Schnittstellen gab. Diese waren mit etwa 38 mm Baubreite vermutlich zu groß, sodass im kleinen Lottocomputer nicht genügend Platz vorhanden war, um sie einzubauen. Hätte es damals schon einen USB-A oder USB-C Anschluss gegeben, wäre es möglich gewesen.

Ich persönlich habe dieses Gerät beziehungsweise diesen Tippgenerator nie gesehen und kenne auch keine Erfahrungsberichte; zudem habe ich nie von größeren Gewinnen erfahren. Das heißt jedoch nicht, dass es solche nicht gegeben hat. Man muss bedenken, dass sich Millionengewinner normalerweise aus gutem Grund nicht öffentlich zu erkennen geben – abgesehen vom 10-Millionen-Euro-Gewinner Chico.

 

Spezielle Computer für Lottospieler gibt es zwar in manchen Lotto-Annahmestellen, diese sind jedoch nicht für den Verkauf an normale Lottospieler vorgesehen. Heutzutage funktioniert das deutlich einfacher mit Lottosoftware wie Merlin, Lotto-BTC, HOT-Zahlenfinder und viele andere. Das ist der Lotto-Computer der eigene PC, den man auch sonst in Gebrauch hat. Und mit Merlin kann man auch die Tippscheine bedrucken.



Bildnachweis: © Manfred Kohler, Lotto-Ziehungsgerät, © Rolf Speidel restliche Abbildungen