Eurojackpot / Euromillions


© Regormark, Les boules de la fortune  #36625791, fotolia.de
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Systemarten für EuroMillions/EuroJackpot

 

„EuroMillions“  wurde im Jahr 2004 von Spanien, Frankreich und Großbritannien als europäische Gemeinschaftslotterie eingeführt. Bei dieser Lotterie finden zwei Ziehungen statt, die eng miteinander verbunden werden. Zunächst werden aus einem Pool mit 50 Zahlen fünf Gewinnzahlen gezogen. Anschließend werden aus einem zweiten Zahlenpool zwei von zwölf sogenannten „Sternzahlen“ gezogen. Vorbild für EuroMillions sind die US-Lotterien „Powerball“ und „Mega Millions“. Beim Powerball werden fünf aus 69 Zahlen sowie der sogenannte „Powerball“ aus weiteren 26 Zahlen gezogen. Bei Mega Millions sind es fünf aus 75 Zahlen sowie der „Mega Ball“ aus weiteren 15 Zahlen (Stand: 01/2016). Eine Tippreihe kostet 1 Dollar.

 

Aufgrund der hohen Jackpots bei EuroMillions (z.Zt. mindestens 17 Millionen Euro, maximal 190 Millionen Euro) fanden bald auch andere Länder Interesse an dieser neuen Lotterie und so kamen im Laufe der Zeit Österreich, Belgien, Irland, Liechtenstein, Luxemburg, Portugal und die Schweiz hinzu. Die Gewinnzahlen werden jeweils am Dienstag und am Freitag in Paris gezogen. Eine Tippreihe kostet bei EuroMillions zurzeit 2,20 Euro.

 

„EuroJackpot“ ist die im März 2012 von den Ländern Finnland, Dänemark (einschließlich Grönland und Färöer), Estland, Niederlande, Italien, Slowenien und Deutschland eingeführte Konkurrenzlotterie zu EuroMillions. Inzwischen sind auch Spanien, Norwegen, Schweden, Island, Lettland, Litauen, Tschechien, Ungarn, Slowakei und Kroatien mit dabei. Die Spielformel ist wie bei EuroMillions ebenfalls „5aus50“, allerdings mit nur zwei aus zehn sogenannten „Eurozahlen“. Der Mindestjackpot ist mit 10 Millionen Euro ausgestattet, der Maximalgewinn auf 90 Millionen Euro begrenzt. Die Gewinnzahlen für EuroJackpot werden jeden Freitagabend in Helsinki gezogen.

 

Durch den Zusammenschluss vieler Länder ergibt sich ein hohes Spielaufkommen und es entstehen oft sehr hohe Jackpots. Außerdem gibt es viele Gewinnränge (13 bei EuroMillions, 12 bei EuroJackpot). Dadurch ist es ca. viermal leichter einen Treffer zu erreichen als im Deutschen Lotto. Das sind natürlich attraktive Anreize zum Mitspielen. Ein Wehrmutstropfen ist allerdings der verhältnismäßig hohe Preis für eine Tippreihe. Mit 2 Euro ist der Einsatz doppelt so hoch wie im deutschen Lotto. Für jemanden, der anstelle im Lotto lieber bei EuroJackpot mitspielen aber nicht mehr Geld ausgeben möchte, der kann jetzt nur noch die Hälfte seiner bisher gewohnten Anzahl an Tippreihen spielen.

 

Der Unterschied zwischen EuroMillions und EuroJackpot liegt durch die verfügbaren Stern- bzw. Eurozahlen. Bei EuroMillions ist es schwieriger, beide Sternzahlen zu treffen, wie die folgende Gegenüberstellung deutlich macht:

Bei beiden Lotterien werden 50% der Spieleinsätze als Gewinne wieder ausgeschüttet. Besonders bevorzugt werden dabei der 1. Rang und die beiden untersten Gewinnränge. Aber es wird nicht die gesamte vorgesehene Ausschüttungssumme sofort ausbezahlt! Bei EuroMillions fließen 4,8% (bzw. 21% in besonderen Wochen) und bei EuroJackpot 12% in so genannte „Booster-Fonds“. Mit den Geldern aus diesen Fonds werden die Mindestgewinnsummen im 1. Rang von 17 (EM) bzw. 10 Millionen (EJ) gewährleistet. Bei EuroMillions werden ab und zu auch attraktive Zusatzausspielungen an die Spielteilnehmer ausgeschüttet. Dadurch ergeben sich weitere Gewinnchancen!

 

Gegenüberstellung der Gewinnpläne von EuroMillions und EuroJackpot

 

Wenn man die beiden Gewinnpläne betrachtet, fällt der Unterschied der theoretischen Gewinnquoten im 1. Rang auf (66 Millionen bei EuroMillions, 34 Millionen bei EuroJackpot). Zum einen ist das natürlich durch die höhere Ausschüttung bei EuroMillions begründet. 43,2% der Ausschüttungssumme wird hierfür bereitgestellt, bei EuroJackpot hingegen nur 36%. Zum anderen ist es in EuroMillions aufgrund der höheren Anzahl Sternzahlen schwerer, diesen Rang zu treffen. Dafür punktet EuroJackpot bei den Kleingewinnen: Die Quoten in den unteren Rängen sind zwar bei beiden Lotterien zwar ähnlich, aber bei EuroJackpot sind sie leichter zu treffen wie bei EuroMillions.